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1 online   |   17.10.2021   |   22:21 Uhr

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Ausstattung zur Brandbekämpfung

Feuerwehrpumpe (tragbar)

Die Feuerwehrpumpe (tragbar) ist eine Feuerlösch-Kreiselpumpe, die über eine schaltbare Kupplung direkt mit dem Antriebsmotor verbunden ist. das gesamte Aggregat aus Pumpe und Motor ist auf einem tragbare Gestell montiert. Getragen wird das Aggregat am Rohrrahmen des Gestells. Bohrungen in den Kufen sorgen für eine sichere Lagerung im Fahrzeug.

 

Technische Details:

 
Typ: TS 8/8
Pumpen-Nennleistung: 800 l / min bei 8 bar
Motorleistung: 54 kw (75 PS)
Gesamtgewicht: 190 kg

 

Schlauchmaterial

Zur Brandbekämpfung stehen uns verschiedene Druck- und Saugschläuche zur Verfügung. Vom 5m D-Schlauch für Waldbrände oder kleine Feuer bis zum 20m B-Schlauch, welcher mehrere hundert Liter Wasser pro Minute aufnehmen kann.

Schaumangriff (Aufbau):

Bei brennenden Flüssigkeiten oder Maschinen erzielt Wasser keine, wenn nicht sogar eine sehr negative Wirkung. Unter anderem für solche Brände setzt die Feuerwehr Schaum ein. Die Hauptlöschwirkung des Schaums ist Ersticken, weil die dichte Schaumschicht die brennbare Flüssigkeit bedeckt und somit den Luftsauerstoff von ihr trennt. Dieser Löschschaum wird durch das Einbringen von Luft in ein Gemisch aus Wasser und Schaummittel entwickelt.

Neben einem besonderen Schaumrohr benötigt man für einen Schaumangriff, zusätzlich zur übrigen Löschausrüstung (Verteiler, Schläuche usw.), einen Zumischer, in welchem das Schaummittel gemäß dem Injektorprinzip dem Löschwasser aus einen 20L Kanister zugeführt wird (Aufbau siehe Foto).

Einsatzszenarien in denen Schaum eingesetzt wird, sind meistens Motorenbrände oder Brände von Flüssigkeiten wie Benzin. Auch zum Ablöschen von Müllcontainerbränden wird Schaum eingesetzt, da er verhindert, dass weiterhin Sauerstoff an den brennenden Stoff gelangt und so nicht nur das Feuer gelöscht wird, sondern auch jegliche Glutnester nicht weiter brennen können.

Schnellangriffeinrichtung mit Pistolenstrahlrohr

Die Schnellangriffseinrichtung (oder auch Schnellangriffsvorrichtung) besteht aus dem im Fahrzeug eingebauten Wassertank, einer Pumpe und einem direkt an die Pumpe angeschlossenen Druckschlauch, der auf einer Haspel im Fahrzeug aufgerollt ist. Der Schlauch hat einen Länge von 50m.

Die Schnellangriffseinrichtung ist aus verschiedenen Gründen (zu kurzer Schlauch, Schlauch schlecht zu transportieren, geringer Querschnitt, etc.) für Gebäudebrände oder Großbrände ungeeignet. Sie bietet aber Vorteile bei kleineren Löscheinsätzen, wie Autobränden, Containerbränden usw., da sie unabhängig von externer Wasserversorgung und sofort einsatzbereit ist.

Atemschutz

Um sich vor Rauchgasen, giftigen Dämpfen und schädlichen Stoffen zu schützen, kann die Feuerwehr auf Atemschutzgeräte zurückgreifen.

Diese können den Träger unabhängig von der Umgebung mit Atemluft versorgen. Dafür sorgt ein geschlossenes System welches aus einem Pressluftatmer und einem Atemanschluss (Maske) besteht. Mit dem Luftvorrat können ca. 25-30 Minuten Arbeit verrichtet werden.

In Braunschweig setzt man seit Jahren auf Überdruckatemschutzgeräte, welche ein Eindringen von Außenluft verhindern, auch wenn die Maske nicht vollständig dicht sein sollte.
Mit dem Einheitssteckanschluss  (ESA) kann der Träger die Maske alleine mit dem Lungenautomat verbinden. Bei Schraubanschlüssen muss dieses von einem Kameraden übernommen werden.
Da der Einsatz unter Atemschutz besondere Gefahren und körperliche Ansprüche stellt, können nur speziell ausgebildete Feuerwehrmitglieder eingesetzt werden.

 

 

Anforderungen an einen Atemschutzgeräteträger:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Körperliche Fitness
  • Keine Angst vor engen Räumen
  • Abgeschlossener Truppmann-Lehrgang
  • Funklehrgang
  • Atemschutzlehrgang (ca. 35 Stunden)
  • Ärztliche Untersuchung nach G 26.3 (mit EKG Belastung) alle drei Jahre
  • Jährlicher Nachweis von Fortbildungen, Streckendurchgängen und Einsätzen

 

 

 

Atemschutzüberwachung

Im Atemschutzeinsatz ist eine lückenlose Überwachung notwendig um schnell auf Gefahrensituationen reagieren zu können. Der Atemschutzüberwacher dokumentiert Zeiten, Luftdrücke und Einsatzorte der eingesetzten Trupps und steht mit diesen in ständigem Funkkontakt. Im Notfall kann sofort ein Sicherheitstrupp zum Einsatz gebracht werden.

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